UL-Ausflug mit dem EUROFox in den Bayerischen Wald – CAVOK im Bayerischen Wald

Original des Berichtes von Josef Kobold auf www.ednx.de, mit freundlicher Genehmigung im Original übernommen.

Vorstoß zu den Ursprüngen

Flugfest auf dem Landeplatz Arnbruck im August 2018, Vorfeld, Hangars, Foto: PE

Schon länger fachsimpelten Paul (Anmerkung der Redaktion: Paul Eschbach) und ich (Anmerkung der Redaktion: Josef Kobold) über das Projekt Befliegung Bayrischer Wald. Paul kennt das Gebiet rund um das Massiv des Arber seit Jahrzehnten durch zahlreiche Exkursionen mit der Kamera wie seine Westentasche.

Nun ging es ganz schnell. Es passt einfach alles zusammen für einen spannenden Ausflug in den Bayerwald.

Beim Franziskuswerk Flugtag Anfang August entsteht der Plan. Wir besuchen Robert, einen der aktiven Förderer des Franziskuswerk Flugtag auf seiner persönlichen Homebase, den Landeplatz Arnbruck an den westlichen Ausläufern des Großen Arber.

In Arnbruck ist am 2. Wochende im August das traditionelle Flugfest.

Anflug zum Großen Arber von Nordwest. Rückenwind mit rund 10 Knoten genau auf die Hänge und Thermik verhelfen uns rasant bis zum Gipfel. Foto: PE

Die Wettervorhersagen sind günstig, es könnte klappen mit dem Flug. Nein nicht könnte – es klappte – fast wie am Schnürchen. Abflug in Oberschleißheim gegen 10 Uhr MESZ. Direktflug nach Arnbruck (EDNB), Überflug Donau bei Straubing. Frequenz Straubing geschaltet zur Sicherheit und wegen RMZ. Bewölkung an der Donau erfordert tatsächlich Durchflug der RMZ. Nördlich der Donau erste Wolkenlücken und Steigflug bis etwa 4000 Fuß. Ab jetzt sky clear. Ortskenntnis und wie die einzelnen Berge aussehen, heißen und hinter welchem der Berge sich der Flugplatz versteckt ist jetzt hilfreich. Paul irrt nicht und weist den richtigen Weg. Noch kein Funkkontakt, aber die zufällig zeitgleich anfliegende Absetzmaschine der Springer übermittelt aktuelle Piste und Wind. Piste 34 und 5 Knoten Rückenwind.

Der Eurofox klettert brav weiter zum Gipfel des Großen Arber. Markant zu erkennen Mitte rechts im Bild der Kleine Arbersee. Es wäre reizvoll, aber wir halten uns an die Regeln des Naturschutzes – kein naher Überflug. Foto: PE

Juhu, knapp vor den Eindrehen in den Endanflug 34 ist die Piste zu erkennen. Kurze Piste, schräger Anflug, zunächst zu hoch. Slippen und knapp über den Baumwipfeln zur Piste vortasten. Aber es passt, kurz nach der Schwelle sitzen wir nach einer Flugzeit von 70 Minuten und rollen zum Vorfeld. Premiere, dort bin ich noch nie gelandet.

Kaffee, Kuchen und nebenher läuft um uns herum das Flugfest an. Robert zeigt uns ein bisserl den Flugplatz und dann geht’s an die Planung des Flugs rund um das Arber-Massiv. Sicherheitshalber noch 20 Liter Sprit tanken, damit da nichts schiefgeht und gegen halb 2 nachmittags nutzen wir eine kleine Lücke zwischen zwei Flugfest-Gastflügen zum Start auf der Piste 16.

Die Stadt Viechtach liegt im Herzen des Bayerischen Waldes und auf der Fluglinie – jetzt ist Arnbruck (EDNB) gleich in Sicht.

Endpunkt der großen Runde um das Arbergebiet ist Viechtach am Schwarzen Regen

Die Aufgaben sind klar verteilt. Für Luftraumbeobachtung und Flug ist der Pilot zuständig. Für Navigation (auch im Detail) und Fotodokumentation ist Paul zuständig. Wie sich später herausstellt stellen Wind und Thermik eine nicht alltägliche Herausforderung dar. Kenntnisse aus der Segelfliegerei sind jetzt echt hilfreich. Dafür steigen wir mit wenig Gas, daher auch sehr leise, im Hangwind gepaart mit Thermik in Windeseile bis zum Gipfel des Großen Arber. Spannend und irgendwie auch zurück zu den Ursprüngen. Die Ergebnisse und seine ganz persönlichen Eindrücke können Sie in den Beiträgen von Paul auf seiner Homepage nachlesen und dazu noch eine ganze Reihe weiterer Bilddokumente über Natur, menschliche Grenzen und sich beschränken auf wirklich Wichtiges. Denn es stimmt schon, weniger ist Mehr.

Die Links finden Sie hier:

Ein himmlischer Blick auf den sommerlichen Bayerischen Wald

und

Großer Arber im Bayerischen Wald im Luftbild

jkob.

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