Winter, Eis und Schnee in den Höhenlagen des Grenzkammes Bayern/Böhmen

Auch wenn sich das Wetter in den letzten Jahren deutlich verändert hat, Winter, Schnee und Eis kann in den Höhenlagen des Bayerischen Waldes und des Böhmerwaldes eigentlich das ganze Jahr über auftreten. Eine Projektbesprechung führt mich wieder in den Hochwald hinter Bayerisch Eisenstein und die Landschaft präsentiert sich Mitte April wieder im tiefsten Winter versteckt.

Die Hochebene zwischen Prášily (Stubenbach) und Srni (Rehberg) war bis 1992 vergessen von der Welt und auch vergessen in Tschechien. Diese unberührte Gegend an der Grenze zu Bayern war nicht nur Teil des eisernen Vorhangs, sondern auch noch militärisches Sperrgebiet und Truppenübungsplatz. Nur die Tiere des Waldes und die Förster kamen hier regelmäßig durch. Dieser Charakter der Landschaft ist bis heute erhalten geblieben.

Kleine Orte sammeln die Menschen der Gegend um sich vereint gegen die Kälte und die Härte der Landschaft zu behaupten.

Die Orte Srni (Rehberg) und auch Prášily (Stubenbach) sind bekannt durch die vielen literarischen Erzählungen von Karel Klostermann, eine schöne und wildromantische Landschaft. Man könnte auch irgendwo in Kanada sein – so ungewöhnlich zeigt sich die Landschaft und die wenigen menschlichen Ansiedlungen.

Die Chata Rovina liegt von Hartmanice aus den steilen Anstieg auf die Hochebene am höchsten Punkt dieser Straße und war früher Wechselstation für die Zugtiere, um die Pferdegespanne aus dem tiefen Tal der Otava und Vydra hinauf auf die Hochebene und dann weiter nach Eisenstein und Bayern zu bringen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Für ein paar Tage kann sich heuer der Winter wieder behaupten und wandelt die Landschaft hier in 1.000 m wieder in ein Winterkleid, das im Jahreskreis schon fast vergessen war.