Unser Herbstausflug in den Bayerischen Wald – BAYERWALDTEAM auf Schusters Rappen unterwegs

Der Herbst zeigte sich schon einige Tage an den Wochenenden von der schönsten Seite, der Wetterbericht sagte aber genau dann oft schlechtes Wetter voraus, oder der Terminplan sah andere Verpflichtungen vor. So geht eine Woche nach der anderen ins Land und der lange geplante Herbstausflug muss warten. Anfang November ist es dann so weit, trotz schlechter Vorhersage – jetzt oder dieses Jahr nie wieder.

Gipfel des Großen Ossers im letzten Licht des Tages – nachgeholfen mit etwas Aufhellblitz.

Wechselhafte Wettersituationen liebe ich auch in der Luftbildfotografie. Die Chance auf etwas großartiges ist dann viel größer als bei konstanten und vorhersagbaren Wetterlagen.

 

Herbstferien in Bayern und wir planen einen Fotoausflug in den Bayerischen Wald und den Böhmerwald

Der Bayerische Wald und Herbst sind immer eine schöne Kombination – es gibt genügend Wald in allen Höhenlagen um die Farben des Herbstes in der Natur im Bild festzuhalten. Das Ziel in den 5 Tagen war einmal auf die Hochschachten zu gehen – dazu benötigen wir durch den langen Anstieg auch vorhersehbares Wetter.

 

Hubert in der Saußbachklamm bei Waldkirchen

Am Mittwoch war Overcast und Nebel in den Tälern – ein perfektes Szenario für Langzeitaufnahmen in einem Flusstal mit dem Wasser über den Felsen und viel buntes Laub. Die Belichtungszeit mit Polfilter war schon lang genug, so dass ein ND3 Filter gar nicht notwendig wurde.

 

Das künische Grenzgebirge zwischen Bayern und Böhmen lockte uns auf den Großen Osser

Im Lamer Winkel zeigt der Grenzkamm des künischen Grenzkamms die Jahrhunderte alte Grenze zwischen Bayern und Böhmen in der Landschaft auf.

"So wie die Kugel rollt und das Wasser fließt."

So wurde die alte Grenze zwischen dem Herzogtum Bayern und dem Königreich Böhmen festgelegt.

 

Praktisch bedeutet dies die europäische Wasserscheide zwischen der Donau und der Elbe als Grundlage für eine Grenzfestlegung. Ein Regentropfen der auf den Boden fällt legt die Zugehörigkeit des Bodens zu Bayern oder Böhmen fest.

 

Auf der Osserwiese und den beiden Gipfeln des Kleinen Ossers und des Großen Ossers war bereits Schnee und Eis. Mit jedem Meter Aufstieg kamen wir vom Herbst in den beginnenden Winter mit herrlicher Fernsicht auf den großen Arber, den Kaitersberg und den Hohen Bogen. Auf der böhmischen Seite reichte der Blick weit in die Landschaft von Westböhmen hinein.

Dreisessel und Hochstein im Übergang vom Herbst zum Winter

Am Dreisessel lag schon Schnee und die Anfahrt und der Anstieg versetzte uns tief in den Winter des Bayerischen Waldes, der hier länger und härter ist als in der Donau Ebene.

Der Landschaftsfotograf muss immer Geduld mit in die Fotografie bringen – plötzlich öffnet sich der Nebel und ein perfekter Himmel steht über der Schneelandschaft des Dreisessel.