„Deine Spuren im Sand – die ich gestern noch fand …“

Schon etwas Schnulzig, aber nach 5 Stunden Foto-Walk am stürmischen Gipfel des Großen Arber in 1456 m Höhe, bei -18°C stapften wir durch den tiefen Pulverschnee zur Bergstation der Arber Bergbahn. Tief zufrieden, etwas kalt und müde vom stundenlangen wandern im Tiefschnee.

Am letzten Tag und sechsten Tag der Bayerwaldspiele wird die Ausrüstung gepackt und noch einmal die 5 Tage in Schnee und Eis aufgearbeitet. Aus München bin ich bei grün-brauner Landschaft losgefahren, durch Passau bei Schneefall gefahren und im Bayerischen Wald im ersten Winter angekommen. Über Nacht hat uns der Schnee vollends erreicht und da gingen die Winterspiele erst richtig fotografisch los.

 

Aus dem Lautsprecher erklingt Howard Carpendale – „Deine Spuren im Sand …“

An der Bergstation wurde der ganze Nordhang passend zum Winterwetter akustisch aufgeheitert. Weder Sand noch Sonne, aber trotzdem viel Spaß und passend tolle Fotos als Ausbeute eines winterlich kalten Tages.

Landschaftsfotografie ist schon ein tolles Foto-Genre

Das Wetter kann nicht kalt genug sein, der Wind nicht stark genug, um nicht auch bei vermeintlich schlechtem Wetter den Weg zu einsamen Locations in der Landschaft zu suchen – immer in der Hoffnung auf das eine – das ganz tolle – das einzigartige Foto.

 

Auch wenn die Landschaft im Bild mächtiger als der Fotograf mit seiner Fotoausrüstung ist – die Landschaft und die jeweilige Lichtstimmung bleibt immer im Mittelpunkt des Landschaftsbildes – niemals der Fotograf für sich.

Natürlich passiert dieses einzigartige Foto eigentlich nie – aber auf dem Weg dahin (und wieder zurück) kommt man an so vielen ganz tollen Motiven vorbei – die man niemals im Sinn gehabt hätte. Alles Gefunden – nur nicht das was man eigentlich gesucht hat.