WETTERBERICHT: „Mit Schneefall ist in den Höhenlagen des Bayerischen Waldes zu rechnen“

Jawohl – und wie!

Im Tal herrscht zwar eher März und der „Auswärts“, vom strengen Winter ist in den Niederungen nicht mehr viel zu spüren. Doch wenn man in die Höhenlagen kommt, da ist der Winter noch da. Über Nacht war Unwetterwarnung für halb Mitteleuropa angesagt – perfektes Wetter um am Tag danach auf den Dreisessel zu gehen.

In über 30 Jahren im Bayerischen Wald – sowas hab’n wir noch nie gesehen

Ein Erlebnis erlebt man nicht zuhause, man muss raus gehen, dann kommt das Erlebnis und das Motiv auch zu einem. Tausendmal sind wir schon auf’m Dreisessel unterwegs gewesen, noch nie hatten wir das Glück eine Schneeschleuder zu erleben, um die Berggaststätte und den Wirt wieder aus Schnee und Eis zu befreien.

Wie bei Agatha Christie bei „Mord im Orient Express“, war die Berggaststätte von der Außenwelt abgeschnitten und musste sich auf die Vorräte im Keller verlassen. Der „Orkan“ hatte feuchte Luftmassen bei knapp unter Null Grad als Kaltfront herangeführt und an den Hängen des Dreisessel als Schnee und Eis abgeladen. Die Zufahrtstraße war über einen Meter eingeschneit und der Straßendienst hatte mit dem MB Trac 1600 Turbo mit Schneeschleuder mächtig anzukämpfen gegen die weiße Pracht.

Im langsamsten Schritttempo fräst sich die Schneeschleuder durch die Schneewehen und schiebt das Fahrzeug immer weiter auf den Gipfel in 1332 m Höhe. Eine schöne kleine Episode in der reihe der vielen Erlebnisse im Bayerwaldteam zu allen Jahreszeiten und vor allem im Winter.